Thüringer Kompositionspreis

BMU-Mitglied gewinnt den Thüringer Kompositionspreis –Herzlichen Glückwunsch!

Der in Weimar lebende und aus Griechenland stammende Komponist und Musiklehrer
Ilias Rachaniotis gewinnt den Thüringer Kompositionspreis 2020. Die Jurymitglieder lobten "vor allen Dingen die ausdifferenzierte Harmonik, die organisch einbezogenen, historischen Rückbezüge sowie die farbenreiche Orchestrierung" seines eingereichten Beitrages.
Der Wettbewerb wurde von der Thüringer Staatskanzlei und dem Landesmusikrat Thüringen im Herbst 2019 bereits zum achten Mal ausgeschrieben. Es handelt sich hierbei um eine Auszeichnung, die jährlich an einen von einer hochkarätigen Jury ausgewählten Thüringer Komponisten vergeben wird.
Der Preis besteht aus einem mit 5000 € honorierten Kompositionsauftrag für das Philharmonische Orchester Altenburg Gera, welcher im Rahmen eines Konzertes im Herbst 2021 uraufgeführt werden soll. Rachaniotis hatte den Thüringer Kompositionspreis bereits 2014 schon einmal gewonnen und damals ein Werk für die Jenaer Philharmonie komponiert. Damit ist er bisher der einzige, der diese Auszeichnung zweimal erringen konnte!
 

Ilias Rachaniotis wurde 1978 in Argos (Griechenland) geboren. Er begann seine musikalische Ausbildung am Staatlichen Konservatorium von Argos in den Fächern Klarinette, Klavier und Musiktheorie und fing nach seinem Diplom in Harmonielehre an zu komponieren. 2004 kam er nach Deutschland, um in Berlin und Weimar Komposition zu studieren. Zurzeit arbeitet Ilias Rachaniotis als Musiklehrer am Kyffhäuser-Gymnasium in Bad Frankenhausen.

Seine Werke werden in mehreren europäischen Ländern aufgeführt, z. B. vom griechischen Nationalorchester oder in Deutschland vom Loh-Orchester Sondershausen sowie der Jenaer Philharmonie. Der Komponist beschreibt sich und seine Art zu arbeiten wie folgt: „Seit über einem Jahrzehnt erlebe ich mich als Komponist. Komposition ist mein Handwerk und Musik mein Medium, um etwas zu kommunizieren wie eine kleine Geschichte, eine Provokation, eine politische oder philosophische Frage, eine Ästhetik. Meine musikalische Sprache hat sehr tiefe Wurzeln in meiner griechischen Tradition ohne einen Moment ‚folkloristisch‘ zu sein. Der Rhythmus ist nicht etwas Abstraktes in meiner Musik sondern etwas Konkretes, auch wenn die Instrumentierung komplex erscheint.“

 

Wir gratulieren unserem BMU-Mitglied zu diesem tollen Erfolg und freuen uns auf die Uraufführung seines neuesten Werkes!